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FTD.de – EU-Plan: Autobauer erhalten mehr Zeit für Klimaschutz – Europa.

Aufatmen für die deutschen PKW-Hersteller – Luftanhalten und rot anlaufen für Klimaschützer:

Das Gesetz soll dazu beitragen, das schädliche Treibhausgas zu reduzieren. Die EU will bis 2020 eine Reduktion um 20 Prozent erreichen. Doch vor allem die deutsche Autoindustrie kämpft gegen die Richtlinie, weil sie auf Oberklassewagen mit hohen CO2-Emissionen spezialisiert ist und die Umweltbelastung wesentlich stärker reduzieren müsste als die Konkurrenz in Frankreich und Italien.

So sieht Klimaschutz in Deutschland aus. Mittels Totschlagargumenten wie “der Sicherung von Arbeitsplätzen” oder “der Stärkung der heimischen Wirtschaft” wird die notwendige Idee torpediert. Auch die angedachten Strafen sollen reduziert werden, insbesodere die Produzenten der Premiumklasse dürften mit etwigen Strafen aber auch kein Problem haben, erzielen sie doch gerade in diesem Bereich der Oberklassewagen die notwendigen Gewinne.

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Nicht unweit von hier, im friesischen Schortens gibt es einen Fliegerhorst. Nun, es gibt dort keinen Flugdienst mehr, keinen regelmäßigen jedenfalls. Das “JaboG 38 F”, ein Traditionsgeschwader der Luftwaffe (Das F steht für Friesland), vielleicht bekannt durch eines seiner ehemaligen Mitglieder, den Astronauten Thomas Reiter, wurde bereits vor drei Jahren faktisch aufgelöst.

Somit gibt es nur noch unregelmäßigen Flugdienst auf dem Fliegerhorst, ab und an Maschinen die zur Instandhaltung dort bestellt werden oder bei Reperaturen des wirklich  sehr nahe gelegenen (15km sind für Flugzeuge keine Strecke) Fliegerhorst Wittmundhafen taucht hier noch ein Flugzeug auf. Kein Flugbetrieb bedeutet aber auch nicht, dass das Gelände ungenutzt brach liegt, insgesamt sind Einheiten in Battalionstärke dort untergebracht, sprich: Nicht gerade wenig.

In früheren Zeiten, insbesondere den Zeiten die in der deutschen Geschichte gerne mal verdrängt oder vergessen werden war der Fliegerhorst Schortens unter anderem deswegen sehr vorteilhaft, da der umliegende alte Baumbestand eine sehr gute Deckung und Sichtschutz für die Installationen lieferte. Mitunter wohl ein Grund warum der Fliegerhorst den zweiten Weltkrieg fast unbeschadet überstanden hat. Auch in den Zeiten der noch jungen Bundesrepublik wurde der Fliegerhorst direkt weitergenutzt, unter anderem auch für die durch ihre zahlreichen Verluste berüchtigten Witwenmacher F-104.

Kein gerade problemloses Flugzeug, doch auf dem Fliegerhorst kam damals nie der Ruf die umliegenden Bäume zu kappen oder zu fällen, in all den Jahren des Flugbetriebs nicht.

Doch nun ist der Wehrverwaltung aufgefallen, das dieser Flughafen nach NATO-Vorgaben zu dicht und zu hoch mit Bäumen umwachsen ist. Also müssen nun 60 Hektar weichen. So jedenfalls die Idee. Ein interessanter Nebeneffekt dieser Vorderungen ist die geschlossene Gegenwehr des Stadtrates (Friesen sind stur), der nun versucht eine Abholzung des Waldes zu verhindern. Man muss dazu sagen das der upjeversche Forst teilweise einige hundert Jahre alt ist und eng mit der Vergangenheit der Städte Schortens und Jever verbunden ist.

Das wirklich interessante kommt nun:

  • Die Abholzung des Waldes würde den NATO-Vorderungen nachkommen.
  • Die EU hat aber  einen Großteil des Upjeverschen Forstes als  Flora-Fauna-Habitat unter besonderen Schutz gestellt.

Der Konflikt ist also auf der Erfüllungsebene: Lieber die NATO oder die EU?

Links zum Artikel:

Rettet den Upjever Forst – Webseite der Initative

Schortens: Eine Stadt gegen die Nato – Bericht in der FAZ

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