Archiv für die Kategorie: “Medien”
Als an der Umwelt und dem Klimawandel interessierten Menschen fällt es einem manchmal sehr schwer zu abstrahieren. Wie sehr ist der Klimawandel ein Thema in der Gesellschaft?
Auch oder gerade die Berichterstattung in den klassischen Printmedien oder deren Online-Ablegern kann auch nicht immer als akute Messlatte genommen werden, momentane Skandale werden hochgepuscht, Sommerlöcher gefüllt und auf die Quote geachtet. Das Thema Klimawandel ist da doch eher kurzfristig von Beachtung.
Eine weitere Methode wäre diese Betrachtung des Klimawandels, mit Google Trends.
Nun, ein Optimist würde sagen, der Klimawandel ist immer noch im Gespräch, und mehr als vor einigen Jahren.
Realistisch betrachtet war der Klimawandel bei Google vor 2 Jahren noch kein großes Thema, erst letztes Jahr kam passend zu den Preiserhöhungen am Jahresanfang und Jahresende ein Interesse an diesem Thema auf. Auch ein wahres Sommerloch kann man erkennen. Warum nun Google Trends? Wieso gerade diese Methode? Nun, das ist irgendwie schon recht einfach. Gerade der “normale Bürger”, der keine wissenschaftlichen Methoden zur Hand hat oder dem es am Expertenwissen mangelt fragt als erstes bei Google an, zu einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit. Und genau diese Gruppe ist es, die über die Folgen der globalen Erwärmung und des Klimawandels informiert werden müssen.
Für 2008 sehen wir ein eher trauriges Bild. Das Thema flaut nach und nach ab, trotz akuter Fälle und verschiedener globaler Extreme über die berichtet wird ist der Klimawandel nicht interessant genug um in der Aufmerksamkeit zu bleiben.
Sicherlich kann man kein absolutes Desinteresse allein anhand dieser einen, nicht sonderlich objektiven Quelle herleiten, doch ein Indiz kann es sein. Klimawandel ist kein beliebtes Thema.
Wie sieht es dann mit der globalen Erwärmung aus?
Leider kein großartig anderes Bild oder? Sicherlich bleibt dieses Schlagwort etwas eher im Gebrauch als der Klimawandel, drückt es die Probleme doch auf einer etwas deutlicheren Art und Weise aus, doch auch hier sind nach einigen Höhepunkten 2007 das Interesse abgefallen.
Es fehlt vielleicht etwas an einem Maßstab, um die Bedeutung der Themen vergleichen zu können. Unabhängig von den Punkten des hohen und des niedrigen Interesse, wie sehr waren diese Themen gefragt?
Da wir uns auf die deutschen Begrifflichkeiten beschränkt haben, nehmen wir auch erstmal lokale Themen aus dem deutsprachigen Raum,die 2007 und 2008 im Gespräch waren.
Fangen wir 2007 mit Heiligendamm an, einem kritischen Thema da dort der G8 Gipfel statt fand. Wie man sehen kann sehr hohes Interesse zum Zeitpunkt des Gipfels, sehr geringes im Vor und auch im Nachfeld. Doch das allgemeine Interesse zum Zeitpunkt des Gifpels ist im ein vielfaches Höher als die Maxima bei der Suche nach Klimawandel oder globaler Erwärmung. Nun, kritische Themen sind vergleichbar abhängig von der Aktualität? Wird also auf den Klimawandel und die globale Erwärmung einfach nicht genug hingewiesen?
Wie wäre es mit einem neuen Mobiltelefon? Oder mit solchen Seiten?
2008 ist nun noch nicht vorbei, doch was für Themen überholen den Klimawandel?
Wer nun auf Europameisterschaft oder die olympischen Sommerspiele getippt hat, den muss ich leider enttäuschen, nur ein kurzes Vergnügen bieten diese Begriffe…
Aber auch dieses Jahr gibt es Themen die den Menschen wichtiger erscheinen als der Klimawandel. Na dann noch einen schönen Herbst!
Schlagwörter: Öffentlichkeit, Globale Erwärmung, Klimawandel, Wahrnehmung
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Am letzten Donnerstag zeigte MTV sein Herz für die Umwelt und erklärte den Tag zum Climate Change Day. So wurde auch hier in Deutschland zum ersten Mal die Episode der Tuning-Show “Pimp my ride” gezeigt, in der ein ‘65er Impala mit einem leistungsstarken Biodiesel-Motor ausgestattet wurde. So eindrucksvoll das Ergebnis auch wirkte, es zeigt auch einige regionale Unterschiede auf, was die Vorstellung von “Ökofahrzeugen” angeht. So gehen beispielsweise in Europa nur äußerst sparsame Autos wirklich als Ökofahrzeuge durch, meistens sind dies Kleinwagen mit einem Treibstoffverbrauch von deutlich unter fünf Litern. Auch alternative Antriebe oder Treibstoffe, beispielsweise der gerade erwähnte Fettsäuremethylester (oder auch Biodiesel), Ethanol oder Autogas machen ein Fahrzeug nicht automatisch zum Ökomobil. Das hat natürlich auch Folgen für das Image von Ökofahrzeugen: Sie gelten als ökologisch und meist auch ökonomisch sinnvolle Lösung, aber bekanntermassen sind dies nicht die einzigen Kriterien bei der Kaufentscheidung. So sind sparsame Autos mittlerweile sicherlich weit davon entfernt, im Alltag als Verkehrshindernisse aufzufallen und mit einigen Fahrzeugen, insbesondere modernen Turbodieseln, lassen sich durchaus sportliche Fahrleistungen erreichen. Dennoch lassen sie selten das Herz eines Autoliebhabers höher schlagen, der lieber zur stärker motorisierten Version seines Wunschfahrzeugs greift oder gleich ein grösseres Modell kauft.
In den USA scheint wieder einmal alles etwas anders zu funktionieren. Als erstes fällt auf: Die Fahrzeuge sind meist eine Nummer grösser als anderswo. Im Moment sind Hybridfahrzeuge bei umweltbewussten Amerikanern sehr gefragt, vom relativ kleinen und vielzitierten Prius bis hin zum SUV (wobei anzumerken ist, dass auch ein zweieinhalb Tonnen schwerer Spritfresser mit zusätzlichem Elektromotor immer noch ein zweieinhalb Tonnen schwerer Spritfresser ist).
Und wo wir schon von Elektromotoren sprechen: Auch die reinen Elektrofahrzeuge sehen oftmals etwas anders aus als in Europa oder Asien, wo die Stromfresser meist entweder winzig, langsam oder winzig und langsam sind. So ist der SUT von Phoenix Motorcars ein ausgewachsener Pick-up und der mittlerweile schon berühmte Tesla Roadster erreicht ohne weiteres die Beschleunigungswerte eines Supersportwagens. Die Botschaft, insbesondere beim Tesla, ist klar: ‘Seht her, auch ein Ökoauto ist ein “richtiges Auto!”‘ Es scheint besonders wichtig zu sein, dass man als Amerikaner keine Abstriche in Sachen Alltagstauglichkeit, Fahrspaß und Image machen muss, wenn man ein umweltfreundliches Auto fährt (und für die meisten deutschen Autofahrer scheint das selbe zu gelten).
So wird in den USA offenbar erstmal am Image von sparsamen Fahrzeugen bzw. alternativen Antrieben gearbeitet, bevor es an die tatsächlichen Ersparnisse geht. So mag ein elektrisch betriebener Sportwagen durchaus umweltfreundlich sein – auch wenn er dabei mitbenzinbetriebenen Sportwagen um die Wette fährt. Betrachtet man sich allerdings den eingangs erwähnten Chevrolet Impala, sieht die Sache schon anders aus. In der Show “Pimp my ride” wurde dem Oldie ein 800 ps starker Motor eingepflanzt, der mit Biodiesel betrieben werden kann. Im Laufe der Episode, bei deren Aufzeichnung auch der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger zugegen war, liess der hochgezüchtete Impala sogar einen Lamborghini Gallardo bei einem Beschleunigungsrennen stehen. Eine sehr eindrucksvolle Demonstration – allerdings auch nicht mehr, denn hierzulande käme kaum jemand auf die Idee, einen 800 ps starken Wagen, der zudem mit dem ökologisch umstrittenen Biodiesel betrieben wird, als Ökofahrzeug zu preisen. Dennoch ist diese “Imagearbeit” vielleicht nicht ganz so unsinnig, wie es auf den ersten Blick scheint, denn gerade in den USA kommen Dieselmotoren gerade erst aus ihrem Nischendasein heraus, galten sie doch lange Zeit als schmutzig und langsam. Ist die Pionierarbeit erst getan, werden die Motoren sicherlich auch in den Staaten von allein sparsamer.
Ist es nun also besser, Ökofahrzeuge zu entwickeln, die niemand kauft? Oder welche, die den Namen eigentlich nicht verdienen? Die Antwort kann in diesem Fall, wie so oft, nicht trivial ausfallen.
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“Wo seid Ihr?” fragte heute die FAZ im Feuilleton ihrer Online-Ausgabe.
Seit Jahren revolutionieren Blogs jetzt schon die Medien. Warum nur merken wir davon nichts? Es wäre an der Zeit, dass sich ein paar Blogger finden, die sich nicht nur an Kochrezepten und Youtube abarbeiten, sondern an Themen wie dem Klimawandel, dem Theater oder der deutschen Außenpolitik.
Wir möchten dem Autoren Harald Staun an dieser Stelle einfach mal nett zuwinken. Auch uns ist nicht entgangen, dass die meisten Blogs sich nicht unbedingt mit lebenswichtigen Dingen befassen – mir kommt es eher vor, als dienten die meisten unter ihnen als Tagebuch-Ersatz. Oder sie sind thematisch so breit gefächert, dass sie ohnehin keine feste Zielgruppe besitzen – und somit keine Stammleser an sich binden.
Überhaupt scheint es eher die Ausnahme zu sein, dass ein Blog so etwas wie Stammleser besitzt. Man muss wohl auch als Blogger neidlos anerkennen, dass die klassischen Medien hier einen nicht zu unterschätzenden Vorteil haben: Sie haben sich in der Medienlandschaft längst etabliert, in den meisten Fällen sind die Print- oder Rundfunkausgaben älter als das Internet selbst. Man könnte bei vielen Zeitungen und Nachrichtenmagazinen auch von einer “Marke” sprechen, die für qualitativ hochwertige Informationen und gut recherchierte Artikel bekannt ist. Welches Blog kann das schon von sich behaupten? Meiner Meinung nach gibt es dafür zwei wichtige Ursachen:
- Blogs sind bereits, wie bereits geschrieben, nicht in der Medienlandschaft etabliert – selbst dann nicht, wenn sie schon mehrere Jahre existieren. Von sehr wenigen Ausnahmen abgesehen werden Blogs also von den wenigen Stammlesern besucht – oder von “Laufkundschaft”, die über Links oder Suchmaschinen auf die entsprechende Seite geführt wird. Bis ein Blog also einen höheren Bekanntheitsgrad – nicht gemessen an anderen Blogs, sondern an etablierten Medien – erlangt hat, kann es ziemlich lange dauern. Und da für die meisten Blogs nicht aufwändig geworben wird, steigt die Menge der Leser meist nur über die Anzahl der Verweise auf jenes Blog – der Herausgeber muss entweder viele Freunde haben oder regelmässig interessante Artikel schreiben.
- Blogs werden nach meiner (rein persönlichen) Ansicht noch sehr lange unter ihrem Image zu leiden haben. Oder anders ausgedrückt: Gute Blogs leiden unter der Existenz von schlechten Blogs – und so leid es mir tut, die meisten Blogs sind entweder schlecht geschrieben oder für die Allgemeinheit irrelevant, auch wenn die sogenannte “Blogosphäre” da sicherlich anderer Ansicht ist. Der Grund dafür ist sehr banal: Schlechte Zeitungen werden schnell “wegevolutioniert”, schlechte Blogs nicht – schliesslich kostet es zwischen wenig und gar nichts, selbiges zu unterhalten. So wird das Bild der meisten Menschen also bereits negativ beeinflusst, bevor sie sich zu einem guten Blog durchgekämpft haben.
Und auch wenn die klassischen Medien gern den Konkurrenten aus dem Webzweinull vorwerfen, in den meisten Fällen nur irrelevante Inhalte zu produzieren (siehe den Artikel zu Wikitravel – tja, liebe FAZ, das wart leider auch Ihr), so ganz ist ihr Vorwurf nicht von der Hand zu weisen. Was nicht heissen woll, dass es in all den existierenden Wikis und Weblogs keine relevanten Inhalte gäbe. Sie haben es nur etwas schwerer, sich durchzusetzen.
Nun ja, wie gesagt: Wir sind hier. Und für den Fall, dass uns jemand vorwerfen möchte, wir würden uns selbst auf die Schulter klopfen wollen, möge er unser Augenzwinkern nicht übersehen .
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National Public Radio (NPR) ist ein amerikanischer Radiosender, der aber offenbar auch noch andere Sachen produziert. So hat beispielsweise der Radiojournalist Robert Krulwich einen kleinen, aber lehrreichen Beitrag über Kohlenstoff verfasst – die hiesige Sendung mit der Maus hätte es nicht besser gekonnt, denn das ganze wird von einem sehr putzig animierten Video begleitet, das ich Euch einfach nicht vorenthalten konnte. Teil 1 ist bei NPR zu sehen, vier weitere Teile sollen folgen.
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