Japan – Unnatürliche Ressourcen

Auch wenn Japan nicht unbedingt für seine natürlichen Bodenschätze bekannt ist, so hat es das Land doch geschafft, einige der größten Vorräte an Edelmetallen zu beherbergen. Nun hat man allerdings nicht zufällig neue Goldadern entdeckt, wie man meinen könnte. Nein, der Grund für die große Menge an Ressourcen liegt in den mittlerweile gigantisch angewachsenen Müllbergen des Landes. Auf den Deponien des Inselreiches liegen Millionen von ausrangierten Computern, Bildschirmen, Mobiltelefonen usw. und mit ihnen die entsprechende Menge an Gold, Silber, Kupfer, Platin, Indium, Palladium, Titan und anderen wertvollen Metallen.

Außerdem macht es sich bemerkbar, daß in kaum einem anderen Land HighTech-Artikel so schnell weggeworfen und neu angeschafft werden wie in Japan: Jedes Jahr werden 20 Millionen Mobiltelefone verkauft. Mit dem Erfolg, daß auf den Mülldeponien derzeit beispielsweise dreimal soviel Gold lagert wie jährlich weltweit gehandelt oder verbraucht wird. Entsprechend lohnenswert ist die industrielle Ausbeutung dieser „Goldreserven“: Während eine Tonne Erz lediglich etwa fünf Gramm Gold enthält, enthält eine Tonne „Handy-Müll“ rund 150 Gramm des begehrten Edelmetalls (und nicht zu unterschätzende Mengen anderer Metalle).

(Informationen aus der Times Online, 08.09.2008)

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