Einem Artikel auf GreenCarCongress.com zufolge will die US-amerikanische XL Dairy Group in ihren Milchproduktionsstätten (von Bauernhöfen kann man da wohl nicht mehr sprechen) neben Milch auch Biodiesel und Ethanol herstellen – dazu gibt es dort auch eine sehr anschauliche Grafik. Das angelieferte Getreide wird nicht mehr direkt verfüttert, sondern – aufgeteilt in Stärke und Kleie – für die Produktion von Treibstoff verwendet, die geniessbaren Abfallprodukte, die nicht weiter zur Treibstoff- oder Energieproduktion verwendet werden können, werden an das Milchvieh verfüttert, deren Verdauungsprodukte selbstverständlich ebenfalls der Energiegewinnung dienen.
Die Gewinnung von nachwachsenden Treibstoffen nach diesem Prinzip soll sehr energieeffizient sein: Den Angaben von XL Dairy zufolge wird pro aufgewandte Energieeinheit das zehnfache an Energie (als Ethanol oder Biodiesel) zurückgewonnen (anstatt das 1,2-fache bei der herkömmlichen Ethanolproduktion). Ob die Rechnung stimmt, weiß wohl nur der Konzern selbst. Aber zumindest wird die Milchproduktion auf diese Art so energieeffizient wie nur möglich werden – womit die Massenviehhaltung wohl tatsächlich einmal einen Vorteil auf ihrer Seite hätte.
Nur – und da ich mich selbst nicht mit den Tieren auskenne, stelle ich die Frage mal als Laie in den Raum – kriegen die Milchkühe dort nur die Abfälle aus der Treibstoffproduktion zu fressen und wie schädlich ist das für die Tiere? Ein ganz reines ökologisches Gewissen bekommt man wohl auch bei der Verwendung von Biotreibstoffen aus der Molkerei nicht wirklich.

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Eine Antwort zu “Wie die XL Dairy Group Milch und Sprit herstellt”
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Comments
  1. Josef SWITZERLAND Windows XP Opera 9.20 sagt:

    Es ist sicher begrüssenswert, wenn Biomasse so effizient wie möglich genutzt wird. Allerdings muss allen Interessierten immer bewusst sein, dass die Biomasse maximal etwa 20% unseres heutigen Bedarfs an Eröl, Gas und Kohle ersetzen kann. Für mehr reichen einfach die Flächen nicht aus.

  2.  
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